Ratzeburgs TiereWasservögel und WassertiereAm Ratzeburger See kann man viele Wasservögel beobachten. Unter ihnen befinden sich die Stockente, die Kriekente, die kleinste unter den Schwimmenten, die Löffelente und die Tauchente, die man meist weit draußen auf dem See anfinden kann. Zu diesen Tauchenten gehören die Tafel- und Reiherenten, welche bis zu einer Tiefe von 10 Metern tauchen können. Außerdem kann man hier Blässhühner beobachten, welche aber nicht zu den Enten gehören, sondern zu den Rallen. Dann gibt es noch den Mittelsänger, der bei Gefahr fast Minuten unter Wasser tauchen kann und sich hauptsächlich von Fischen, Fröschen, Krebsen, Weichtieren und Insekten ernährt. Außerdem wäre da noch der Haubentaucher, der eine Geschwindigkeit von 7 km/h unter Wasser erreichen kann, der Höckerschwan, die Flussseeschwalbe, die Lachmöwe, welche weit verbreitet ist, der Kormoran, der am Tag bis zu einem Pfund Fisch verzehren kann, der Fischreiher und der Seeadler, der eine Seltenheit ist. Die einzelnen Fingerschwingen seiner Flügel haben eine Länge von 60 cm! Er ist ein Raubvogel. Seine Jungen zieht er in einem Adlerhorst auf. Zu den Wassertieren gehören u.a. die Schwäne, welche die größten Vögel der Entenfamilie (lat. Anatidae) sind. Schwäne sind 90 bis 180 cm groß. Wenn sie geboren werden sind sie erst einmal grau. Die Küken sind für ihre Eltern das größte und wer sich ihnen unbefugt nähert, bekommt ziemlichen Ärger. Die verschiedenen Fischarten teilt man in Raubfische und Friedfische ein. Der Hecht, der Barsch, die Moräne und der Aal vertreten die Raubfische im Ratzeburger See. Die Friedfische sind die Brasse, Schleie, Plötze, Rotfeder, der massenhaft verbreitete Kaulbarsch, Zander und der Wels, welcher aber seltener vorkommt. Die Nahrungskette und der Nahrungskreislauf im Ratzeburger See: In den Seen befindet sich eine Vielzahl von tierischem Plankton. Das Plankton dient als Nahrung für einen 21mm langen Wasserfloh, der wiederum von den Plötzen verspeist wird. Die Plötze schließlich werden von Hechten gefressen. Dieser Ablauf bildet eine Nahrungskette. Die Überreste der toten Tiere werden im Gewässer von Bakterien in ihre Bestandteile zerlegt, wodurch sich Mineralsalze bilden. Diese stehen darauf den Pflanzen für ihren Stoffwechsel zu Verfügung. Jene Pflanzen, die dann wieder den Tieren als Nahrung dienen. Ein Nahrungskreislauf entsteht. (Quelle: Andreas Albrecht von der Wasserschutzpolizei) Weitere Vögel: Bussarde haben eine Spannweite von 1,35m. Sie haben Federfärbung von Schneeweiß bis Braun. Wegen dieser Vielfalt an Färbungen werden sie oft mit Seeadlern und anderen Raubvögeln verwechselt. In 100 Fällen sind 99 immer Bussarde. Der Kranich brütet am Boden/Wasser eines Sumpfgebietes. Er hat eine Spannweite von 2,30 m. Er hat eine Lungenröhre im Brustbein, die sich in zwei Kammern aufteilt. Seine Geräusche hören sich dann an als würden sie trompeten. Die in Ratzeburg vorkommenden Vögel sind Tauben, Stare, Schwalben, Enten, Spatzen, Finken, Meisen, Kraniche, Kormorane, Eisvögel, Reiher, Seeadler, Möwen, Blau- und Kohlmeisen, Zaunkönig, Grünspecht, Eichelhäher, Raben, Krähen und Falken. Zu den Möwen in Ratzeburg zählen hauptsächlich die Lachmöwen. Diese gehören zur Familie der Laridae (Möwen). Sie werden bis zu 32 Jahre alt und 26 bis 75 cm groß. Durch ihren hellen Bauch sind sie von unten gut getarnt, ebenso sind sie durch ihre dunkle Oberseite vor Feinden geschützt. In Ratzeburg gibt es nur sehr wenige Eisvögel, die zur Familie der Rackenvögel (lat. Coraciiformes) gehören. Sie werden 10- 25 cm groß und ernähren sich hauptsächlich von Fischen, Insekten und kleineren Reptilien. Ihr Gefieder ist in schillernden Farben wie metallisch -blau, -grün, -rotbraun und weiß gehalten. (Quelle: Informationen von Thomas Neumann vom WWF.) Ratzeburgs Landtiere: Zu den Landtieren gehören Säugetiere, wie Hirsche, Eichhörnchen, Wildkatzen, Ratten, Igel, Füchse, Mäuse und Wildschweine. Ratzeburgs Reptilien: Die Kreuzotter, die hier vom Aussterben bedroht ist, gehört zu den einzig giftigen Schlangen in Ratzeburg. Ihr Gift ist für einen gesunden Menschen nicht tödlich giftig. Sie halten sich hauptsächlich auf Trockenwiesen auf, die hier allerdings nur sehr selten sind. Eidechsen gibt es hier in verschiedenen Arten. Die am häufigsten vorkommende Art sind die Blindschleichen. Sie sind wechselwarme Tiere die im Winter in eine Art Winterstarre fallen. Im Sommer kommen sie meist abends raus um sich auf die warmen Steine zu setzen und sich aufzuwärmen. Tagsüber bleiben sie meist im Schatten. Bei Angriffen können sie ihre Feinde dadurch verwirren, indem sie ihren Schwanz abwerfen. Dieser wächst nach einiger Zeit wieder nach. Zur Klasse der Reptilien gehören ebenfalls die Unken, die eine bestimmte Froschart darstellen. In der Laichzeit können sie bis zu 400 Eier legen. Wenn diese geschlüpft sind, werden sie Kaulquappen genannt. Ratzeburgs Säugetiere Zu der Familie der Säugetiere gehören u.a. die Eichhörnchen. Ihre Fellfärbung ist rötlichbraun. Sie bauen sich entweder selbst Nester, die dann Kobel genannt werden, oder sie hausen in verlassenen Spechthöhlen. Eichhörnchen ernähren sich hauptsächlich von Haselnüssen, Wallnüssen, Tannenzapfen, frischen Sprösslingen und selten von Vogeljungen. Ihre natürlichen Feinde sind Marder, Raubvögel, Hunde und Katzen. Ihr größter Feind ist jedoch der Mensch, der ihren Lebensraum immer weiter zerstört. Ebenfalls der Familie der Säugetiere zugehörig sind Hirsche und Rehe, sogenanntes Rotwild. Sie sind sehr scheu und lassen sich nicht oft blicken. Im Frühjahr kämpfen die jungen männlichen Tiere um einen Platz im Rudel. Das Männchen, das verliert, wird ausgestoßen und muss woanders ein Rudel finden. Ein Weibchen kann pro Jahr ein bis drei Junge bekommen, diese werden als Kitze bezeichnet. Sie werden hauptsächlich von Jägern getötet, die praktisch den Platz des Wolfes übernommen haben und sich so ins natürliche Ökosystem gedrängt haben. Wildschweine sind so ziemlich die bekanntesten Waldtiere, neben den Hirschen, Rehen und Füchsen. Die männlichen Wildschweine heißen Keiler, die weiblichen Bache. Frischgeborene Jungtiere heißen Frischlinge. Solange sie Frischlinge sind, ist ihr Fell hellbraun mit dunkelbraunen Streifen. Später nimmt es alle Braunschattierungen an. Die männlichen Tiere erkennt man an ihren langen Hauern, also Reißzähne. Bachen haben dagegen fast halb so große Hauer. Wildschweine sind Allesfresser, es sind Fälle bekannt, in denen sie sogar Menschen angefallen haben. Als besondere Delikatesse gelten Kastanien, sowie etwas älteres Fallobst, z.B. Äpfel. In den meisten Fällen verhalten sich Wildschweine Menschen gegenüber friedlich. Sollten diese jedoch eine Bedrohung darstellen, gibt es für sie kein Halten mehr. Wildschweine sind nämlich keinesfalls langsam, sollten sie also einem Menschen nachjagen, sollte dieser sich so schnell wie möglich in Sicherheit bringen. Zu den Säugetieren des Waldes gehören auch noch die Füchse. Sie gehören zur Familie der Katzen, obwohl sie ein leicht hundeähnliches Aussehen haben. Sie sind Einzelgänger und finden nur zur Paarung zusammen. Ihre Fellfärbung ist rötlichbraun bis dunkelrot. Ihr Unterschlupf wird Bau genannt, dieser hat mehrere Ausgänge und wird meist an einen Hügel gebaut. Die Jungen werden Welpen genannt und pro Jahr wirft das Weibchen etwa 6 Junge. |
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